Wenn ich spontan zum Brunch lade oder einfach den Sonntag auf dem Balkon genießen möchte, liebe ich die Herausforderung: Wenig Stauraum, wenige Zutaten – großes Vergnügen. Hier zeige ich dir, wie du mit nur sieben Zutaten eine improvisierte Minibar für einen Brunch zuhause zusammenstellst. Keine langen Einkaufslisten, kein Stress, aber viele Varianten und hübsche Drinks, die zu Eierspeisen, Gebäck und herzhaften Tartines passen.
Meine sieben Basiszutaten
Ich habe die Auswahl so getroffen, dass die Zutaten vielseitig kombinierbar sind und sowohl alkoholische als auch leichte, alkoholfreie Varianten ermöglichen. Meine Packliste:
Diese sieben Komponenten decken die klassische Brunch-Palette ab: Sekt-basierte Drinks, leichte Aperitifs, Gins mit Frische und prickelnde Longdrinks. Mit ein paar Haushaltshelfern wie Eis, einer Karaffe und ein paar Scheiben Obst lassen sich daraus mehrere Rezepte zaubern.
Warum gerade diese Zutaten?
Lillet Blanc bringt eine feine, leicht blumige Bitterkeit und funktioniert hervorragend als leichter Aperitif; Prosecco ist das typische Brunch-Element – spritzig und festlich; Gin ist überraschend wandelbar und gibt Kräuternoten; Aperol liefert die bekannte, freundlich bittere Orangennote; Orangensaft ist die Fruchtnote, die zu Frühstück und Brunch gehört; Soda verlängert und macht erfrischend; Zitrone rundet ab. Zusammen ergeben sie ein flexibles Set.
Meine Lieblingsdrinks aus den sieben Zutaten
Ich stelle dir hier Drinks vor, die ich oft serviere. Alle Rezepte sind grobe Richtwerte – probiere und passe nach Geschmack an.
| Drink | Zutaten & Mengen |
|---|---|
| Mimosa | 1 Teil Orangensaft + 1–2 Teile Prosecco, leicht umrühren, Zitronenzeste |
| Aperol Spritz Mini | 1 Teil Aperol + 2 Teile Prosecco + Spritzer Soda, Eis, Orangenscheibe |
| Lillet Spritz | 1 Teil Lillet Blanc + 2 Teile Prosecco + 1 Teil Soda, Zitronenzeste |
| Gin & Soda mit Zitrus | 1 Teil Gin + 3 Teile Soda + Spritzer Zitronensaft, Eis, Zitronenscheibe |
| Leichter Brunch-Cocktail | 1 Teil Gin + 1 Teil Lillet + 1 Teil Orangensaft + Soda nach Geschmack, Eis |
Rezepte mit kleinen Tipps
Mimosa (die einfache Elegante): 1 Teil frisch gepresster Orangensaft, 1–2 Teile Prosecco. Ich gieße erst den Saft ins Glas, dann langsam den Prosecco, damit die Perlage erhalten bleibt. Ein Spritzer Zitronensaft macht die Süße frisch, wenn dein Orangensaft sehr reif ist.
Aperol Spritz Mini (für den spritzigen Touch): 1 Teil Aperol, 2 Teile Prosecco, kleiner Schuss Soda. Ich fülle das Glas mit Eis, gebe Aperol dazu, dann Prosecco und einen Spritzer Soda. Eine Orangenscheibe sieht nicht nur hübsch aus, sondern verstärkt die Aromen.
Lillet Spritz (leicht & aromatisch): 1 Teil Lillet Blanc, 2 Teile Prosecco, 1 Teil Soda. Lillet mag ich für Gäste, die etwas weniger Süße vom Aperol wünschen – er passt toll zu Blinis, Lachs oder Ziegenkäse. Zitronenzeste darüber gibt ein schönes Bouquet.
Gin & Soda mit Zitrus (für die Puristen): 1 Teil Gin, 3 Teile Soda, 1/2 Zitrone (ein Spritzer Saft). Viel Eis, eine lange Zitronenzeste. Damit hast du einen sehr erfrischenden Neutraldrink, der wunderbar zu salzigen Tartines passt.
Brunch-Cocktail (mein Allrounder): 1 Teil Gin, 1 Teil Lillet, 1 Teil Orangensaft, Soda zum Auffüllen. Ich serviere ihn in einem Weinglas mit viel Eis: fruchtig, leicht bitter und doch aromatisch – perfekt für einen späten Frühstücks- bis Mittagszeitpunkt.
Alkoholfreie Varianten und Abwandlungen
Ohne Alkohol kannst du Prosecco durch einen alkoholfreien Sekt ersetzen und Gin / Lillet weglassen. Aus Orangensaft + Soda + Zitronensaft entsteht ein spritziger "Citrus Fizz". Wenn du nur eine alkoholische und eine alkoholfreie Option haben willst: eine Flasche Prosecco + eine Flasche alkoholfreier Sekt reichen zusammen mit Orangensaft und Soda für mehrere Varianten.
Praktische Aufstellung der improvisierten Minibar
Tipps für stressfreies Servieren
Ich bereite oft eine Karaffe mit einer Grundmischung (z. B. Gin + Lillet + Orangensaft im Verhältnis 1:1:1) und stelle daneben Prosecco und Soda. Gäste können nach Belieben auffüllen – das spart Zeit und hält die Auswahl überschaubar. Eis und Garnituren separat anbieten, damit alles frisch bleibt.
Welche Marken ich gern verwende
Für Prosecco finde ich ein klassisches, trockenes NV gut – bei Lillet nehme ich klassisch den Lillet Blanc. Als Gin wähle ich oft einen mittleren Stil (z. B. ein floraler Gin), der nicht zu dominant ist. Aperol ist hier natürlich die Standardwahl; frischer Orangensaft macht den Unterschied.
Mit diesen sieben Zutaten bist du flexibel: Du deckst klassische Brunch-Drinks ab, hast frische alkoholfreie Alternativen und kannst mit wenigen Handgriffen hübsche Variationen anbieten. Ich wünsche dir viel Freude beim Mixen und Entdecken – und wenn du magst, erzähle mir, welche Kombination deine Gäste am meisten begeistert hat.